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Von Namibia nach Malawi – Inke Johannsen

Bis Dezember war sie zusammen mit ihrem Mann Edgar Lüken für die EmK-Weltmission in Namibia tätig. Dann kam für die Familie der Umzug. Und nun, seit Januar 2011, arbeitet Inke Johannsen als Organisationsentwicklerin in der EmK in Malawi.

Was dort ihre Aufgaben sind, wie ihr die Umstellung auf das neue Land gelingt und was sie sich von uns in Deutschland als Unterstützung wünscht, fragten wir Inke Johannsen in einem Interview.

Inke, welche Aufgaben stehen im Zentrum deiner Arbeit als Organisationsentwicklerin?
Ich will unsere Kirche hier dabei unterstützen, die vier Hauptziele, die sie sich gesetzt hat, umzusetzen: 

  1. Neue Gemeinden zu gründen und bestehende zu entwickeln, 
  2. haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und auszubilden, 
  3. die Gesundheitsarbeit voranzutreiben und 
  4. die Arbeit mit Kindern im Land zu intensivieren.

Konkret anfangen werde ich damit, dass ich Frauen aus- und weiterbilde, die in den kirchlichen Kindergärten arbeiten und dass ich die Pastorenfrauen dabei begleite und unterstütze, in jeder Gemeinde eine "Gesundheitsstation" als Anlaufstelle für Erste Hilfe und HIV/AIDS zu gründen.

Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen Namibia und nun Malawi?
Die methodistische Kirche in Malawi gibt es erst seit wenigen Jahren. Alles ist im Aufbau. Strukturen sind flexibel und werden erst noch geschaffen. Aufbruch und Kreativität bestimmen den Alltag. Im Gegensatz zu Namibia hat Malawi keine Apartheid erlebt: Die Kategorien "Schwarz" und "Weiß" spielen keine Rolle. Die Menschen sind sehr freundlich und aufgeschlossen.

Der Lebensstandard in Malawi liegt noch weit unter dem in Namibia. Malawi gehört zu den ärmsten Ländern weltweit. Der Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Auch für uns sind viele alltägliche Dinge nur schwer, gar nicht oder sehr überteuert zu bekommen.

Anders als in Namibia gibt es hier keine "Deutsche Schule". Unsere Kinder besuchen eine internationale Schule, in der ausschließlich Englisch gesprochen wird. Insgesamt stehen wir hier wieder ganz am Anfang. Erst in ein paar Monaten werden wir berichten können, was die wirklichen Unterschiede für uns sind.

Was ist deine größte Herausforderung jetzt am Anfang?
Ganz klar: das Erlernen der Landessprache Chichewa, um mit den Menschen wirklich in Kontakt zu kommen.

Inke, was wünscht du dir von deiner Kirche in Deutschland, um dich zu unterstützen?
Ich wünsche mir die Begleitung unserer Arbeit im Gebet. Außerdem die Unterstützung der vielen Projekte der EmK-Weltmission in Malawi: sowohl finanziell als auch auf Dauer durch Freiwilligeneinsätze von pädagogischen oder medizinischen Fachkräften. Und ganz wichtig: Post in unserem Postfach inkejohannsen(at)yahoo.de.