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»Nothing but Nets« - »Nichts als Netze«

Die Kampagne "Nothing but Nets" - "Nichts als Netze" läuft in der  evangelisch-methodistischen Kirche (EmK)  in den USA schon seit dem vergangenen Jahr.

Hier Auszüge aus einem Bericht von einer Verteilaktion in Simbabwe:

Ich hatte die Gelegenheit heute zu den vier Gesundheitszentren der EmK in der Manicalandprovinz von Simbabwe zu reisen. Dort sollten insektizidbehandelte Moskitonetze an Kinder und schwangere Frauen verteilt werden.

Wo immer wir hinkamen, trafen wir auf eine unglaubliche Not und einen großen Wunsch nach diesen Netzen. Etwas, das für mich vorher nur in Zahlen und Fakten existierte, wurde heute Wirklichkeit umgeben von hunderten von Frauen, Kindern, Ärzten und Krankenschwestern. Auf einmal war der Wunsch und die Hoffnung auf Netze sehr, sehr real. Oberall wo wir hinkamen, baten wir die, die schon einmal Malaria hatten, ihre Hände zu heben. Eigentlich wurden da immer von fast allen die Hände gehoben. Und wenn ich die Mütter fragte, welches ihrer Kinder schon Malaria gehabt hätte, gab es auch fast keine Ausnahmen. Selbst in den Krankenhäusern und Gesundheitsstationen fehlen Moskitonetze.

Im Distriktkrankenhaus gab es 3805 Malariafälle im vergangenen Jahr und es war die Hauptkrankheit, die im Krankenhaus behandelt wurde, Im ganzen Krankenhaus gibt es aber keine insektizidbehandelte Moskitonetze über den Betten. Es fehlen einfach die finanziellen Ressourcen für diese Netze. Dieselben Probleme trafen wir in allen Gesundheitsstationen und Krankenhäusern an, die wir im Distrikt besuchten.

Trotz dieser Not sahen wir auch Hoffnung: die Frauen in der Gesundheitsstation in Chitore fingen fröhlich an zu singen, als sie die lebensrettenden Netze erhielten. Ich hörte Hoffnung in diesem Gesang und in der Freude darüber, diese Netze erhalten zu haben. Diese Momente und viele andere, machen diese Arbeit so unglaublich real. So auch als ich ein junges Mädchen sah, das von seiner Mutter auf dem Arm weggetragen wurde, mir aber noch mit einer Hand zuwinkte und in der anderen das Netz hielt. Dies sind wirkliche Menschen mit wirklichen Stimmen. Wir können uns freuen, sie so singen zu hören.

Adriana Logalbo
Fotos: Mike DuBose, United Methodist News Service